Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Du weißt es, wie manchen dummen Streich ich Dir nachgeſehen habe. Aber meine Karoline hier — doch vergeſſen wir ein anderes braves Kind nicht, unſere reiſende Henriette. Henriette Brand, mein Herr Obriſt⸗ lieutenant, die Braut des Lieutenants Becker vom fünf⸗ zehnten Landwehrregiment, wenn Sie von ihm gehört haben.“

„Die Braut Becker's, meines lieben, theuren Freun⸗ des?“ rief der Obriſtlieutenant.

Und er hatte beide Hände des Mädchens gefaßt, und Henriettens reizendes Geſicht wurde noch einmal von jener ſchönen Glut des Glückes, des Stolzes und der Verwirrung übergoſſen.

Karoline aber nahm ſie in ihren Arm und küßte ſie, um ſie der Verlegenheit zu entziehen.

Dann erſt näherte ſie ſich dem jungen Freiherrn, um ihn in ihrem Hauſe willkommen zu heißen.

„Herr Baron —“ begann ſie.

Aber der Domherr unterbrach ſie.

„Gebt Euch die Hände; ſeid Geſchwiſter. Ich hatte einmal an etwas Anderes mit Euch beiden gedacht, aber der liebe Gott hat es für Dich, meine Karoline, beſſer gemacht, und was den Gisbert betrifft — hm, ſeine Kinder wären nicht ſtiftsfähig geworden.“

Sie gingen in das Haus.