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„Welche Braut, Onkel?“
Der Domherr antwortete nicht.
Ein allerliebſtes hübſches Mädchen ging auf der Landſtraße vor ihnen her. Sie trat zur Seite, den Wagen vorbei zu laſſen. Da hatte der Domherr ſie erkannt.
„Halt, Kutſcher!“ rief er.
Der Kutſcher hielt.
„Wohin des Weges, Mamſell Henriette?“ fragte der Domherr das Mädchen.
Auch ſie erkannte ihn.
„Nach Ovelgönne, Euer Gnaden.“
„Ei, da fahren Sie mit uns. Gisbert, ſteig aus. Hilf der Mamſell in den Wagen.“
Der junge Freiherr mußte ausſteigen.
„Ich bitte“, ſagte er zu dem Mädchen.
Er ſagte es etwas vornehm, ſauerſüß.
Das Mädchen, wie allerliebſt hübſch er ſelbſt es gefunden hatte, ſah nur aus wie etwa eine Kammer⸗ jungfer oder Kellnerin oder dergleichen. Und er war doch immer der vornehme weſtfäliſche Edelmann. Aber
ſein Onkel hatte befohlen. Die Kellnerin war glühend roth geworden.
„Es paßt ſich nicht für mich!“ ſagte die Glut ihres friſchen Geſichts.


