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Der Domherr fuhr wieder ruhiger fort:
„Aber ich will Dir etwas Anderes ſagen. Es gibt ein Univerſalheilmittel für Frauen in der Welt; das iſt die Liebe der Mutter. Durch Herz und Mund und Augen der Kinder ſpricht Gott. Ob freilich auch bei ihr?“
„Wie?“ rief Gisbert. „Wie, Onkel Florens?“
„Was macht Dein Freund Franz Horſt?“ fragte der Domherr.
„Onkel —“
„Was macht Franz Horſt?“
„Er ſtudirt fleißig.“
„Er iſt ein Prachtmenſch.“
„Und er wird ſeine Carrière machen, Onkel Florens; aber —“
„Mein Freund, ſeit wann machen Prachtmenſchen bei uns eine Carriere? Was wird zum Beiſpiel aus dem braven Mahlberg werden?“
„Onkel Florens, Du ſprachſt ein Wort aus —“
„Ja, Freund Gisbert, das aber auf den armen Mahl⸗ berg nicht paßt. Ihn rettet gar nichts mehr, keine Liebe, keine — aber was iſt denn das?“
„Ein allerliebſtes hübſches Mädchen, Onkel Flo⸗ rens.“
„Und wahrhaftig, es iſt die Braut.“


