Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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ihn in den Conflict mit ſich ſelbſt gebracht hatte. Aber er wußte dieſen zu löſen.

„Ich will mit Ihrer Frau ſprechen“ ſagte er.

„Und ihr Alles ſagen, was ich Ihnen ſagte?“

„Zum Kukuk, ja. Aber auch Alles, was ich Ihnen ſagte!“

„Sie ſind ein Mann von Ehre und Gewiſſen, Herr Domherr!“

„Hm, hm, Gewiſſen?“

„Aber nun noch eine Bitte, Herr Domherr.“

„Noch eine?“

„Nennen Sie mir jetzt den Aufenthalt meiner Frau. Ich will ſie nicht ſprechen. Ich möchte ſie nur ſehen, nur noch einmal.“

„Ohne daß ſie Sie ſieht?“

„Ich verſpreche es Ihnen.“

„Hm, wir ſind alle ſchwache Menſchen. Ihre Frau iſt hier in der Nähe, in Ovelgönne. Ich muß heute Nachmittag mit dem Gisbert hinfahren. Wollen Sie uns begleiten?“

„Ich werde zum Abend nachkommen.“

„Sie haben Recht; es iſt ſicherer. Aber zu Mittag eſſen Sie mit uns.“

Das nahm Mahlberg an.

„Noch eins“ ſagte der Domherr. „Hinter dem Herren⸗

Temme, Der Domherr. III. 2