Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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hauſe zu Ovelgönne liegt ein Garten, hinter dem Garten ein Birkenwäldchen. Seien Sie, wenn es völlig dunkel geworden iſt, in dem Wäldchen. Sie werden es ſchon finden.“

„Sie wollen?“ fragte Mahlberg.

„Ihnen nichts verſprechen.“

Sie aßen zu Mittag. Dann fuhren der Domherr und der Neffe nach Ovelgönne.

„Aber, Gisbert“ ſagte der Domherr unterwegs, „hatte Gisbertine in der Sache nicht Recht?“

„Was willſt Du damit ſagen, Onkel?“

„Daß ſie keine Studentenfrau ſpielen wollte!“

„Ich will ihr ja Alles abbitten, wenn ich ſie nur wiederfinde.“

„Hm, Gisbert, um ſie dann ſchon nach drei Tagen wieder in die Flucht zu jagen? Gisbertine iſt eine kleine Widerbellerin, wie Du ihr ja ſchon vor der Hochzeit geſagt hatteſt. Durch ſolches Abbitten würdeſt Du ſie am wenigſten zähmen.“

„Muß ſie gezähmt werden, Onkel?“

„Ich denke, Du hatteſt ihr auch das ſchon geſagt.“

„Ja. Aber jetzt —“

„Sei es nicht mehr nöthig, meinſt Du? Zetzt müßte es erſt recht ſein. Aber ich will Dir etwas ſagen. Eine Frau, die beſte wie die ſchlechteſte, zähmt kein Menſch,