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„Aber was ſoll dann werden? frage ich. Ehe Sie mir darauf antworten, noch eins. Ihre Frau liebt auch Sie noch.“
Mahlberg nickte ſtumm.
„Und nun, wenn Sie ſie wiederſehen, können zwei Dinge paſſiren, nur die zwei. Sie nehmen Zhre Frau wieder auf oder Sie nehmen ſie nicht wieder auf. Wozu ſind Sie entſchloſſen?“
Mahlberg wollte ſofort antworten; ſein Entſchluß ſchien hier feſtzuſtehen.
Der Domherr kam ihm zuvor.
„Ueberlegen wir. Wenn Sie ſie nicht wieder auf⸗ nehmen, warum dann ein Wiederſehen, eine Entſagungs⸗ ſcene, die Ihnen beiden das Herz brechen muß? Ihre Frau — ich ſah ſie noch vor acht Tagen — lebt jetzt ruhig in dem Gedanken der unabweisbaren Nothwendig⸗ keit der Trennung von Ihnen. Ein Wiederſehen, zumal wenn es von Ihrer Seite ausginge, würde ihre Ueber⸗ zeugung von dieſer Nothwendigkeit erſchüttern, ihr ihre Ruhe nehmen. Wollen Sie ſich aber wieder mit ihr vereinigen, dann würden zwei ſchwere Fragen eintreten. Zuerſt würde man Sie nach den Standesbegriffen von der Ehre aus dem Offizierſtande ausſtoßen. Würde ein ſo tapferer Offizier das verſchmerzen können? Aber es wäre das geringere Uebel. Das weit größere und ſchwerere


