Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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kennen gelehrt, wie das reiche Geldgeſchenk das arme Gretchen.

„Onkel“ rief Gisbert, „ich muß Gisbertine wieder⸗ finden. Jetzt nur das!“

„Zetzt werden wir zuerſt zu Mittag eſſen“, ſagte der Domherr.

Der lebhafte Domherr und der bequeme junge Frei⸗ herr hatten ihre Naturen oder ihre Rollen gewechſelt.

Sie aßen aber doch noch nicht ſogleich zu Mittag.

„Onkel Florens“ ſagte der Neffe, „es iſt noch ein anderer armer Teufel hier, dem die Frau entlaufen iſt.“

„Was geht das mich an?“

„Mahlberg.“

„Ah, ah, und was will er?“

„Das wird er Dir ſelbſt ſagen.“

Der junge Freiherr ging, und nach wenigen Minuten trat der Freund herein, der mit ihm von Göttingen gekommen war.

Er und der Domherr begrüßten ſich ſchweigend. Der Domherr kannte ja das ganze ſchwere Leid des braven Mannes.

Der Regierungsrath Mahlberg war der kurz und ſchnell entſchiedene Mann.

„Herr Domherr, Sie haben ſich meiner Frau an⸗

genommen. Meinen Dank dafür habe ich Ihnen ſchon