„Aber Du meinteſt es“, rief ſie. „Ich ſoll hier die Studentenfrau ſpielen.“
„Gisbertine, welch ein Gedanke!“
„Und mit einer Aufwärterin um Deine Liebe riva⸗ liſiren! Mit einem leichtfertigen Ding, dem Du, Gott weiß was, in den Kopf geſetzt haſt! Denn das Herz des armen Geſchöpfs haſt Du auch auf Deinem Gewiſſen. Aber —“
„Gisbertine, Gisbertine, ſchwurſt Du mir nicht —“
„Ha, das iſt es! Durch meinen Schwur bin ich Deine Sklavin geworden, meinſt Du, bin ich Dir von neuem verkauft, habe ich ſelbſt mich Dir Ich laſſe mich nicht tyranniſiren.“
Sie ſprang auf und verließ das Zimmer.
Ich ging ihr nach. Sie war zu mir in meine Woh⸗ nung gezogen. Sie ließ mich nicht zu ſich. Sie hatte ſich eingeſchloſſen.
Am Abend wird es vorbei ſein, dachte ich.
Ich machte eine Promenade.
Als ich zurückkam, war ſie fort, mit Extrapoſt abgereiſt; ihre Kammerjungfer, ihre Sachen hatte ſie mitgenommen.
Wohin ſie war, wußte Niemand.
Sie hatte kein Billet, keinen Gruß für mich zurück⸗ gelaſſen. Sie hatte von Niemand Abſchied genommen,


