die Du hier ſiehſt, brennen vor Verlangen, Dich kennen zu lernen.“
Der Gaſt war in der Nähe der Thür ſtehen ge⸗ blieben. Er ſtand da in ſeiner vollen, eiſernen und
eiſigen Ruhe.
„Ich habe mit Dir allein zu ſprechen, Kuno.“
„Ich denke, ſpäter, mein Freund.“
„Was ich Dir zu ſagen habe, muß ich Dir zuerſt ſagen. Aber mit oder ohne Zeugen, wie Du willſt.“
Der Graf ſann einen Augenblick nach. „Begleite mich!“ ſagte er dann. „Ihr Anderen, laßt Euch nicht ſtören.“
Er ſprach ruhig. Aber die Stirn war ihm feucht geworden. Er führte ſeinen Gaſt aus dem Salon.
„Der arme Graf Kuno ſchwitzt!“ hörte er, als er die Thür hinter ſich zumachte, ſeine Freundin noch ſagen.
Sie hatte es halb ernſthaft, halb ſcherzend geſagt, als wenn ſie einen Fühler in die Geſellſchaft werfen wolle, ob man noch lachen könne. Niemand lachte; Alles ſchwieg. Der Graf Kuno erblaßte. Er führte den „alten Freund“ in ſein Zimmer.
„Was hätteſt Du mir zu ſagen, Alexander?“


