Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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ein Kind, das nicht auf die Straße durfte, da ſie die Straße regierten.“

Der Graf Alexander H. trat ein, der hohe, ſchöne Mann mit dem bleichen Geſichte, und in dieſem Ge⸗ ſichte den edelſten Schmerz und einen ruhigen, aber

deſto ſtrengeren, einen erhabenen Ernſt. Er ging lahm,

aber wo und wem imponirt nicht die Wunde, die ein tapferer Krieger im Kampfe mit dem Feinde gewon⸗ nen hat? Die ganze Geſellſchaft ſaß plötzlich ſchwei⸗ gend, als ſie ihn ſahen. Auf den Lippen der ſchönen Damen erſtarb das ironiſche Lächeln, mit dem ſie einen Hochverräther wohl hatten empfangen wollen.

Der Oberhofjägermeiſter erhob ſich unwillkürlich, dem

Gaſte entgegen zu gehen.

Aber — „mein Gott, Kuno, Du zitterſt!“ mußte ihm ſeine Freundin in's Ohr flüſtern.

Er nahm ſich zuſammen und trat dem „alten Freunde“ entgegen. Er hatte die Laune wieder, die zu ſeiner luſtigen Geſellſchaft paßte.

„Alexander! Welche Freude, Dich wieder zu ſehen! Und Du kommſt gerade zur glücklichen Stunde. Laſſe Dich bei uns nieder. Die Freunde und die Schönen,