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„Ida iſt todt. Ich habe ſie geſtern begraben.“
„Und Du biſt ihr Mörder.“
„Ich, mein Freund?“ Ich hatte ſeit zwölf Jahren nichts von ihr geſehen und gehört.“
„Sie war in Deinem Hauſe, die Erzieherin Deiner Geſchwiſter. Ihre Schönheit entflammte Deine Leiden⸗ ſchaft. Sie wies Deine ſchlechten Anträge zurück. Du wußteſt Rath, die Hölle Deines Herzens hatte ihn. Deine Frau — Ihr hattet Euch Beide nie geliebt — ſie hatte Dir das Leben ſchwer gemacht — Du be⸗ ſchloſſeſt ihren Tod. Ida mußte das Gift ihr reichen, das Du ihr bereitet hatteſt. Sie reichte es ihr, ohne daß ſie es wußte. Und nun hatteſt Du ſie in Deiner Gewalt. Sie hatte einmal das Gift gereicht; ein Wort von Dir machte ſie zu der Mörderin. Sie habe an die Stelle der Ermordeten treten wollen. So drohteſt Du ihr. Du hatteſt an den Scharfblick oder an den redlichen Sinn des Arztes nicht gedacht. Du mußteſt noch in derſelben Nacht, um Dich zu retten, Deine Drohung wahr machen. Iſt es ſo?“
„So hat es Dir Deine Geliebte — das war Dir die Mamſell Ida doch? — wohl ſelbſt erzählt?“
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