Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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„Der Tod wird uns zu einem ſchöneren Leben

vereinen.“

„Und in alter Liebe!“ Sie zuckte plötzlich heftig auf. „Er kommt!“ ſagte ſie und legte ſich feſter an ihn. Er umſchlang ſie mit ſeinen beiden Armen. Sie ſah lächelnd zu ihm hinauf.

„So, ſo, mein Alexander! So war ſeit Jahren mein Wunſch, mein Traum. So zu ſterben! — Ich ſterbe!“

Sie war todt. Er hielt ſie noch lange in den treuen Armen, ſtill und ſtumm. Seine Thränen netzten das ſchöne Leichengeſicht. Der freundliche Fremde kam mit Gensd'armen zurück. Aber mit dem Tode hatten die Gensd'armen nichts mehr zu ſchaffen. —

Drei Tage ſpäter ſaß der Oberhofjägermeiſter, Graf —, in einem eleganten Salon ſeines Hotels in der Reſidenz. Er hatte eine kleine Geſellſchaft um ſich verſammelt, drei Herren und vier Damen. Alle acht waren ſie jung. Die vier Herren gehörten zu der höchſten Blüthe des Adels des Landes; die vier Damen waren die Schönſten der Demi⸗Monde der