„Ich fürchte es. Sie hat ſo viel und ſo lange gelitten, und ich ſehe jetzt, was es war. Dazu vorhin
der Schlag!“ „Eine Bitte, Madame. Legen Sie ſie in meinen
Arm. Sie ſoll an meinem Herzen ſterben.“
„Es war ihr Wunſch, Herr Graf.“
„Ich denke es mir.“ Er legte die Sterbende ſanft in ſeine Arme. „Kann ich denn nicht mit Dir ſterben, meine Jda? Du haſt mich geliebt mit einer Treue und Aufopferung ohne Gleichen. Aber noch heißer liebt Dich doch mein Herz.“
Sie erwachte. Ihr Blick fiel in ſein Auge.
„Alexander, ich bin unſchuldig.“
„Ich habe es immer gewußt, Ida. Ein Schein von Schuld war auf Dich gefallen, nein, boshaft auf Dich geworfen. Du wollteſt mit ihm nicht meine Gattin werden. Um meinem Drängen zu entgehen, nahmſt Du ſelbſt die fremde Schuld auf Dich. So war es.“
„So war es, Alexander.“
„Und nun biſt Du doch die Meine geworden, Du edles, treues Herz.“
„Im Tode, Alexander!“


