Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Alle lieb gewonnen, und wie Du auf unſer Zureden Deinen Plan, in der größeren Hauptſtadt eine Stelle als Lehrerin anzunehmen, aufgegeben und hier eine Schule gegründet hätteſt. Mein Mann ſollte ihm noch weitere Auskunft geben. Ich wartete es nicht ab, denn ich mußte hierher eilen, Dich zu benach⸗ richtigen.“

„Wie ſah der Fremde aus?“ fragte die Lehrerin.

„Es iſt ein kleiner, häßlicher Menſch; freundlich, aber nur um ſo unangenehmer.“

Die Lehrerin mußte ſich mehr zuſammennehmen, um eine innere Unruhe zu verbergen.

„Kannſt Du ihn in Deinem Gedächtniſſe unter⸗ bringen?“ fragte die Wirthin.

„Ich ſinne vergeblich nach.“

„Er kam mir vor wie ein Polizeiſpion.“

Die Lehrerin war wieder vollkommen gefaßt und ruhig, und ſie war es von ſelbſt geworden, ohne

einen Zwang, den ſie ſich hätte auflegen müſſen. Sie ſaß einem kleinen Spiegel gegenüber, in welchem ſie ihr feines, weißes, krankes Geſicht geſehen hatte, jenen wunderbar ſchönen und traurigen Todtenglanz, wie Himmelsglanz der himmelblauen Augen. Ein

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