„Ja, Johanna.“
„Und Du zögerſt noch? Du haſt nicht den Muth?“
„Mir iſt in der That ſo eigen —“
„Es iſt etwas Unangenehmes? Sprich es aus, was es auch ſei.“
„Es iſt, ſo wie es iſt, nur etwas Gleichgültiges. Vor einer Viertelſtunde kam ein Fremder bei uns an.“
Die Lehrerin durchzuckte etwas. Sie that ſich Gewalt an, keine Unruhe, keine Bewegung zu zeigen.
„Und?“ fragte ſie.
„Er erkundigte ſich nach Dir.“
„Nach mir? Er nannte meinen Namen?“
„Er nannte ihn und fragte, wie lange Du hier ſeiſt, wie Du lebteſt, ob Du fremde Beſuche em⸗ pfingeſt?“
„Wen?“ fragte er⸗
„Meinen Mann.“
„Und was antwortete ihm dieſer?“
„Er erzählte ihm kurz, wie Du vor zwölf Jahren hier angekommen ſeiſt und krank in unſerem Gaſthofe habeſt verweilen müſſen, wie ich während Deiner Krankheit mit Dir befreundet geworden, wie wir Dich


