und Hader; das hätte er gefunden in ſeinen alten Tagen, in der Stunde ſeiner Ankunft, bis hin zu ſeinem Grabe. — Der alte Grenzkoſak wollte mir nicht aus dem Sinn kommen, als mein Freund ab⸗ reiſte, als er fort war, als ich nichts von ihm hörte. Hören ſollte ich bald von ihm. Was ihm begegnet war, dem Amneſtirten in der Heimath? Zwei einfache Bilder werden es dem geneigten Leſer zeigen. —
In einer kleinen, durch Wald und Gebirge von dem Verkehr der großen Welt abgeſchnittenen Land⸗ ſtadt lag, von einem freundlichen Gärtchen umgeben, ein hübſches, kleines Haus. In einem hübſchen, freundlichen Zimmer deſſelben ſaß, umgeben von zehn oder zwölf Kindern eine Frau, die im Anfange der dreißiger Jahre ſtand und noch ſehr ſchön war. Aber ihre Schönheit war jene unbeſchreibliche, jene unend⸗ lich zarte, feine, durchſichtige Schönheit einer kranken, in ihrer Krankheit dahin zehrenden Frau.
Die Kinder waren friſche, fröhliche Mädchen von ſechs bis zehn Jahren. Sie ſtrickten, einige näheten auch ſchon. Sie waren hier in einer Privatſchule der kranken Dame, das ſah man. Die Nachmittags⸗ ſtunden der Schule — und es war Nachmittag —


