Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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ſein Inneres und ſah darin die innige, brennende, herzliche Liebe zu dem Mädchen, das er, vielleicht ohne ſich deſſen bewußt zu ſein, von früher Jugend an geliebt hatte und von dem ſein Herz ſich nicht losreißen konnte, obwohl er ſie für eine Verbrecherin, für eine Ungetreue, für eine Mördebin und Vergifterin hielt und halten mußte. Aber mußte er ſie dafür halten? Konnte ſie nicht, trotzddem daß ſo viele An⸗ zeichen gegen ſie ſprachen, daß ſie ſelbſt ſich für ſchul⸗ dig erklärte, konnte ſie nicht dennoch unſchuldig ſein? Sie liebte ihn, wie er ſie liebte, ſie hatte ein edles Herz; ſie war als Mörderin verdächtig geworden, angeklagt, verhaftet; ſie war aus der Haft in einer Weiſe entkommen, die nur die eine Deutung zuließ, daß der Graf ſie befreit habe; dann war ſie vor der Welt ſeine Mitſchuldige. Konnte ſie ſo die Hand eines braven, edlen Mannes annehmen, der zudem wahrſcheinlich ſeinem Stande nach eben ſo hoch über dem armen Bürgermädchen ſtand, wie jener Graf? Und wie leicht hatte ſie dann, um Bitten zu ent⸗ gehen, die ſie nicht anders von ſich abwehren konnte, um den Qualen des eigenen liebenden Herzens zu entgehen, zu der mit einem Male Alles abſchnei⸗