Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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3 gemacht hatte und die er dann verrieth, und auf ſeinen hohen Stand, ſeine Verbindungen, die Gerichte.“

Ich hatte ihm nur eine Vermuthung, aber wohl unwillkürlich im Tone wachſender innerer Ueber⸗ zeugung, ausgeſprochen. Er war ſehr ergriffen und kämpfte noch einmal mit ſich, ob er mich ganz zum Vertrauten machen ſolle. Aber es handelte ſich um die geheimſten Gefühle des verſchloſſenen Mannes. Er konnte ſich nicht entſchließen.

3 „Ich danke Ihnen,“ ſagte er kurz. „Ich muß die Gedanken ſammeln, die Sie in mir angeregt haben. Ich darf Sie wiederſehen?“ „Sie werden mir immer willkommen ſein.“

* Er verließ mich. —

Er ſuchte mich ſeitdem öfter auf. Aber nie kam er wieder auf jene Sache zurück. Er mochte wohl manchmal das Bedürfniß fühlen, ſein Herz ganz gegen mich auszuſchütten, und mochte auch gar mit dem Vorſatze, es zu thun, zu mir gekommen ſein, aber entſchließen konnte er ſich nicht, einen Entſchluß

auszuführen vermochte er nicht. Ich ſah dennoch in „ Temme, Criminal⸗Novellen. I. 14