Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Denn die Bürgerliche, die arme Erzieherin ſeiner

Schweſtern zu heirathen, daran dachte der vornehme, ſtolze Graf wohl nicht. So iſt die Gräfin vergiftet. Wollen Sie einen beſonderen Anhalt für meine Ver⸗

muthung?“ Er nickte mit dem Kopfe. Sprechen konnte er nicht.

„Er liegt in den wenigen Worten, die Sie den Grafen in ſeinem Cabinete mit dem Arzte ſprechen hörten. Er ſah durch dieſen die Vergiftung errathen. Durch das Gericht mußte ſie vollſtändig feſtgeſtellt, mußte noch mehr entdeckt werden. Er ſuchte ſofort die ganze Schuld auf die Erzieherin zu wälzen. Ein Mann von Ehre hätte von der treuen, hingebenden Pflegerin der Gattin jeden Verdacht zu entfernen ge⸗ ſucht. War er ſelbſt unſchuldig, ſo konnte zudem die bloße Entdeckung der Vergiftung nicht auf einmal einen Verdacht in ihm begründen, von dem er bisher keine Ahnung gehabt hatte. Um vollſtändig, ohne Rückhalt den gemeinen Denuncianten machen zu können, verließ er mit dem Arzte das Cabinet, an deſſen Seite er Sie wußte. Dabei rechnete er auf den Edelmuth der Armen, die er zur Verbrecherin