Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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„Das Gericht,“ preßte er, vielleicht unwillkürlich, hervor.

„Wie, Friedrich?“

„Ja, Herr —“

„Wegen des Todes der Gräfin?“

Aber er hatte ſich beſonnen. „Fragen Sie mich nicht. Sie werden zwar morgen Alles erfahren — aber — nein, nein!“ Er entfernte ſich ſchnell. „Gute Nacht!“ ſagte er noch.

Ich verlebte die ſchrecklichſte Nacht meines Lebens.

Die Gräfin war vergiftet; es war nicht mehr zu bezweifeln. Die Erzieherin war nicht mit den An⸗ deren im Sterbezimmer geweſen; ſie nicht, die treueſte Pflegerin der Verſtorbenen. Und gerade, als ich auf ſie das Geſpräch gebracht, war der alte Friedrich ſo einſylbig, ſo zurückhaltend geworden. Und dann — ſie war nur als Erzieherin der Schweſtern des Grafen da, und doch — es fiel mir auf einmal glühend heiß auf das Herz — und doch war ſie allein und durch die verborgene Thür in das Cabinet des Grafen gekommen, ſogar, als ſie ihn dort nicht fand, in das geheime Zimmer nebenan, in dem ſie mich getroffen hatte. Sie konnte ſo ohne Weiteres zu ihm kommen,

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