Seine Stimme verrieth gleichfalls Bewegung, die Bewegung der Spannung.
„Ihre Frau Gemahlin iſt an Gift geſtorben!“
„Großer Gott!“ ſchrie der Graf auf.
Es war ein furchtbarer Schmerzenston.
„Faſſen Sie ſich, Herr Graf,“ fuhr der Arzt fort. „Meiner Sache bin ich ſicher, und wenn hier nicht ein großes Unglück geſchehen iſt, das ich mir freilich kaum zu erklären vermöchte, ſo iſt ein entſetzliches Verbrechen verübt, das unter allen Umſtänden an das Tageslicht gezogen werden muß. Darüber müſſen wir vorher, ehe den Gerichten Anzeige gemacht wird, mit Ruhe und Klarheit ſprechen. Darf ich bitten, mir einige Fragen zu beantworten? Die Krankheits⸗ geſchichte haben Sie mir mitgetheilt. Welche Perſonen
waren ſeit vorgeſtern um die Verſtorbene? Beſonders
ſeit dem geſtrigen Abende und an dem heutigen Tage?“
„Die Erzieherin.“
„Immer?“
„Ununterbrochen.“ „Sie allein?“


