Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Er ging in dem Zimmer ein paar Mal raſch auf und ab, dann langſamer; dann hatte er plötzlich die geheime Thür zu meinem Zimmer geöffnet. Er ſtand feſt und ruhig vor mir, ohne eine Spur ſeiner frühe⸗ ren Aufregung. Aber er war ſehr blaß, ſeine Ge⸗ ſichtszüge waren erſchlafft, auf ſeinem ganzen Weſen lag ein ſchwerer Druck. Er ſah aus, wie ein Menſch, den ein großes, ſchweres Unglück, irgend etwas Schreckliches getroffen, der aber mit großer Kraft ſich wieder zu erholen, ſich wieder aufzurichten vermocht hat, freilich noch immer ergriffen von dem Schlage, wie vielleicht auch gerade von der Anſtrengung, die er machen mußte, um ſich zu erholen.

„Darf ich Dich bitten, zu mir einzutreten?“ ſagte er. „Wir ſind dort völlig ungeſtört.“

Wir begaben uns in ſein Cabinet.

„Ehe wir von Dir ſprechen,“ hob er da an, „habe ich Dir eine traurige Mittheilung zu machen. Du biſt in einem unglücklichen Momente in mein Haus getreten. Vor einer halben Stunde ſtarb meine Frau.“

„Großer Gott!“ mußte ich entſetzt rufen. Und