Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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die meinige krampfhaft. Durch ihre dunklen Augen zuckte ein wilder Blitz, ihr Geſicht blieb ſo weiß, ſo leichenhaft. Welch einen Anblick bot das ſchöne, von Schreck, von Angſt, von — ich wußte nicht wovon, verzehrte Mädchen! Doch ich wußte es wohl, eine Stimme rief es laut in mir bei dem Anblicke, und ich mußte es ſagen.

„Oder ein furchtbares Verbrechen, Ida,“ ſetzte ich hinzu.

„Allmächtiger Gott!“ ſchrie ſie noch einmal auf.

Sie riß ihre Hand aus der meinigen und ſtieß mich von ſich. Sie ſchwankte. Mich ergriff es wie Verzweiflung.

„Ida, Ida!“ rief ich. „Aber Du biſt nicht die Verbrecherin! Du kannſt es nicht ſein! Sage es mir; ſage mir, daß Du es nicht biſt.“

Sie hatte ſich gefaßt, mühſam. Sie konnte auf⸗ recht ſtehen — konnte zu mir ſprechen, aber — ant⸗ worten konnte ſie mir nicht.

„Nachher!“ ſagte ſie. „Ich muß fort. Auf der Stelle. Nachher ſollſt Du Alles erfahren. Ich werde

zu Dir kommen. Sage Niemandem, daß Du mich

geſehen haſt.“

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