Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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„Ein junges Ehepaar aus der benachbarten Fabrik⸗ ſtadt. Sie haben heute Hochzeit gemacht.“

„Ah, kennen Sie ſie vielleicht?“

„Ei ja! Von der Sache wurde viel geſprochen. Die Braut, oder die junge Frau jetzt, war das reichſte und ſchönſte Mädchen in der Stadt. Sie hätte Barone und Grafen heirathen können. Da kam vor einem halben Jahre ein Freund ihres Bruders in das Haus, als ſo eine Art von Compagnon, wie es hieß. Die junge Dame verliebte ſich in ihn. Er war ein bild⸗ hübſcher Menſch. Die junge Dame war ganz närriſch verliebt in ihn. Es hieß zwar, er habe eine Brant in ſeiner Heimath, da unten in Preußen. Das machte ſie nur noch toller. Sie hatte ihr Leben lang ihren Willen durchſetzen können. Sie wollte es jetzt erſt recht. Ihr Vater und ihr Bruder hatten immer ihrem Willen nachgeben müſſen; ſie mußten es auch jetzt, und zuletzt hat ſie dann auch den jungen Mann bezwungen. Es ſoll ihr viele Mühe gekoſtet haben; aber er bekommt eine Tonne Goldes durch ſie, und

die Männer —“ Anna wollte wohl mit einem Gemeinplatze gegen die Männer enden, zu denen in einem Falle auch

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