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könne er leider nicht nach Danzig reiſen, ſeine Ge⸗ ſchäfte erlaubten ſeine längere Abweſenheit nicht; ſie müßten ſich alſo in ihrem neuen Wohnorte trauen laſſen.
Die Begebenheiten, die wir hier erzählten, ereig⸗ neten ſich zu einer Zeit, wo man noch keine Tele⸗ graphen und keine Eiſenbahnen kannte, Eilpoſten nur auf den größeren Verkehrsſtraßen beſtanden, eine Reiſe von dem Norden nach dem Süden Deutſch⸗ lands hin und zurück Monate in Anſpruch nahm.
Karoline Wild fügte ſich gern dem Verlangen ihres Verlobten. Sie beſorgte das Aufgebot in Danzig, ließ ſich die zur Trauung erforderlichen Do⸗ kumente ausſtellen.
Als ſie dann den Tag ihrer Abreiſe dem Ver⸗ lobten anzeigen wollte, verfiel die Dame, deren Ge⸗ ſellſchafterin ſie war, plötzlich in eine ſchwere Krank⸗ heit. Karoline konnte ihre Wohlthäterin, ihre Freun⸗ din nicht verlaſſen. Sie hielt bei ihr aus, bis erſt nach ſechs bis acht Wochen der Tod der alten Dame eintrat. Sie mußte dann weitere vier Wochen warten auf die Eröffnung des Teſtaments der Dame und auf die Auslieferung ihres Vermächtniſſes.


