Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Endlich konnte ſie dem Verlobten den Tag ihrer Abreiſe mittheilen.

Sie reiſte ab, ohne ſeine Antwort abzuwarten.

Sie hatten ja Alles brieflich verabredet; er hatte in

allen ſeinen Briefen an ſie über den Aufſchub ihrer Reiſe geklagt. Der Poſtengang war ein ſo langſamer. Sie nahm ihr Vermögen mit. Zweitauſend Thaler in Golde, einen großen Koffer voll der fein⸗ ſten, glänzendſten Leinwand, mit Anderem. Ein paar hundert Thaler, die ſie ſich erſpart, hatte ſie noch außerdem. Sie war überglücklich, in die neue Haushaltung das Alles zubringen zu können.

Die zweitauſend Thaler trug ſie in ihr Korſet eingenäht bei ſich. Das andere Geld, ſoweit ſie ſeiner nicht für die Reiſe bedurfte, hatte ſie in dem Koffer mit der Leinwand verwahrt.

Von Danzig bis Berlin reiſte ſie mit der Eilpoſt.

Von Berlin wollte ſie mit der gewöhnlichen Poſt zu ihrem Beſtimmungsorte fahren. Sie hatte noch an achtzig Meilen; die Poſt fuhr darüber mehr als vierzehn Tage; eine Eilpoſtverbindung dahin be⸗ ſtand nicht.

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