Die beiden Verlobten waren die glücklichſten Menſchen. Reinhard Sommer war der Compagnon eines großen Handlungshauſes; er konnte, er mußte ein reicher, ein angeſehener Mann werden; alle Träume und Pläne ſeines Ehrgeizes mußten ſich er⸗ füllen. Er konnte ſchon in kurzer Friſt ſeine geliebte Braut heimführen, um ſie zur Theilhaberin ſeines Reichthums, ſeines Anſehens zu machen. Die be⸗ ſcheidene Karoline Wild dachte nur an die baldige Verbindung mit dem Geliebten.
Reinhard Sommer war nach ſeiner neuen Hei⸗ math abgegangen. Das Geſchäft, in das er eintrat, war reicher und großartiger, als er es ſich gedacht hatte. Seine Briefe an die Braut athmeten nur Liebe und Glück. Liebe und Hoffnung ſprachen ſich in den Briefen der Braut aus.
Ein halbes Jahr nach ſeiner Abreiſe ſchrieb Sommer an die Verlobte, daß ſeine Stellung nun⸗ mehr eine völlig feſte und geſicherte ſei, und daß ihrer Verbindung nichts mehr im Wege ſtehe. Er bat ſie, für dieſe Alles in Danzig zu ordnen, und ſodann mit den zu der Trauung erforderlichen Do⸗ kumenten zu ihm zu kommen. Zu der Trauung
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