Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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„Es iſt möglich.“

„Können Sie mir mittheilen, was er Ihnen ſagte?“

„Nach ſo langer Zeit!“

„Er hatte an dem Tage einen Brief von ſeiner Mutter erhalten?“

Sie wurde auf einmal glühendroth.

„Ja,“ konnte ſie kaum antworten.“

„Hat er über den Inhalt des Briefes mit Ihnen geſprochen?“

J

„Können Sie mir den Inhalt wiederholen?“

Sie hatte ſich gefaßt. Die Gluth war aus ihrem Geſichte gewichen. Aber eine klare Röthe war zurück⸗ geblieben. Sie ſchien mir einen Muth, einen Ent⸗ ſchluß anzuzeigen, der plötzlich in ihr gereift war.

„Herr Kriminaldirektor,“ ſagte ſie, und auch der Ausdruck ihrer Stimme war entſchieden geworden. — „Der Brief betraf ein Geheimniß, zu deſſen Ver⸗ öffentlichung ich mich um ſo weniger berechtigt halte, als auch die Schreiberin, die arme Mutter des un⸗ glücklichen Felſener, unterdeß geſtorben iſt.“

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