Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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3 Sie erbleichte, ſie erbebte von Neuem.

Ich mußte mein Verhör mit ihr beginnen. Ich

glaube, ich war bleich, wie die Frau. Das Herz

war mir ſo entſetzlich voll und ſchwer.

Mein Protokollführer war mir gefolgt. „Madame,“ hob ich an, „der Wilddieb Sander

iſt vorgeſtern geſtorben.“

auf. Dann auf einmal holte ſie tief Athem. War ihr durch die Nachricht eine Laſt vom Herzen genom⸗ men? Es konnte in mehr als einer Hinſicht ſo natürlich ſein, antworten konnte ſie mir gleichwohl nicht.

„Sie wiſſen, Madame,“ fuhr ich fort, „er war als Mörder des Forſteleven Felſener verurtheilt.“

„Ich weiß es,“ ſagte ſie ſehr leiſe.

„Er war verurtheilt trotddem, daß er geläugnet hatte.“

„Er hatte Ihren Vater verdächtigen wollen.“

„O, mein Herr, mein S war ſo unſchuldig — er war der bravſte Menſch.

Sie hatte ſich mir gegenüber geſetzt. Sie fuhr

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