37
Der Bruder Pförtner hatte die Pforte geöffnet. Er ließ ſie eintreten, verſchloß die Thür hinter ihnen raſch und leiſe, wie er ſie geöffnet hatte.
Sie befanden ſich in einem faſt völlig finſteren Raume; erſt nach und nach, als ihre Augen ſich an das Dunkel gewöhnt hatten, unterſchieden ſie etwas darin. Zwei lange Gänge vereinigten ſich an der Pforte, durch die ſie eingetreten waren; jeder erhielt ſein Licht nur durch die wenigen niedrigen Fenſter in der Mauer. Es war kaum Licht zu nennen, was die Dämmerung von außen hereinſandte.
Neben der Pforte war ein kleines Stübchen, die Zelle des Bruders Pförtner.
Der Bruder führte die beiden Fremden hinein.
„Verzeihen Sie hier ein paar Augenblicke,“ ſagte er. „Ich muß ſehen, ob die Paters noch im Refec⸗ torium beim Abendbrode ſind; früher ſind Sie in den Gängen nicht ſicher.“
Er verließ die Zelle.
Seine beiden Gäſte verhielten ſich in erwartungs⸗ vollem Schweigen.
Nach zehn Minuten kam er zurück.
„Folgen Sie mir. Sie ſind Alle in ihren Zellen.“
————


