Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Er ſchritt voraus, auf ſeinen Sandalen ſo leiſe über die glatten Steine des Ganges, daß man keinen Laut vernahm. Seine beiden Gäſte folgten ihm ebenſo leiſe.

Es war unterdeß völlig dunkel geworden. In der Dunkelheit umgab ſie die tiefſte Stille.

Das Kloſter war im Viereck um einen kleinen Garten gebaut. Von den beiden Gängen, die an der Eingangspforte zuſamentrafen, lief der eine rechts, längs der Außenmauer, der andere geradeaus, längs dem kleinen Garten.

Der Pförtner führte ſie in jenen. In ſeiner inneren Mauer befanden ſich mehrere Thüren. An der zweiten machte er Halt. Sie war ſchon aufge⸗ ſchloſſen. Er öffnete ſie, trat mit ihnen ein.

Sie traten in die tiefſte Finſterniß.

„Es iſt das Sprechzimmer,“ ſagte er leiſe. „Licht darf ich Ihnen nicht geben, es würde Sie verrathen. Den Schlüſſel zu der Thür habe ich inwendig in das Schloß geſteckt. Wenn ich fort bin, ſchließen Sie ab. Wenn Jemand kommt, ſo machen Sie nicht auf. Man wird meinen, ich hätte den Schlüſſel mit mir genommen.“