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„Aber wer iſt denn dieſer Fremde?“
„Nehmt an, es ſei ein naher Verwandter von mir, ein naher Vetter.“
„Heiliger Franziskus, was ſoll ich thun?“
„Ein gutes Werk, ein Werk der chriſtlichen Liebe,
Bruder Fridolin. Solche Werke ſind Gott angenehm
und ſein Sohn hat ſie uns befohlen. Ich hole den Fremden.“
„Machen Sie nur geſchwind, Fräulein, daß kein Menſch ihn ſieht.“
Das Fräulein kannte den Bruder, oder die Mönche, oder die Menſchen. Entſchloſſen und unter⸗ nehmend war ſie. Und dem Muthigen gehört ja die Welt.
Der Fremde hatte ſich hinter die Ecke der Kloſter⸗ mauer zurückgezogen.
Sie eilte zu ihm.
„Kommen Sie, mein Herr.“
„Junger Herr, Sie blieben lange. Nimmt man mich ungern auf?“
„Mein Herr, kommen Sie, wenn wir nicht Beide die Nacht im Freien bleiben ſollen.“
Der junge Mann folgte ihr zu der Kloſterpforte.


