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„Ich habe einen Fremden mitgebracht,“ ſagte das Fräulein zum Pförtner. „Er ſteht dort hinter der Mauer. Ihr müßt ihn mit mir einlaſſen und in das Sprechzimmer führen.“
„Heiliger Franziskus!“ rief der Bruder. „Und da ſoll er die Nacht mit Ihnen bleiben?“
„Und er iſt ein Mannsbild?“
„Ihr wolltet ja mich als Frauenzimmer nicht aufnehmen!“
„Aber gutes, liebes, gnädiges Fräulein —“
„Ich rufe ihn, Bruder Fridolin.“
„Noch ein Wort, gnädiges Fräulein! Wer iſt der Fremde 7
„Ein Unglücklicher, der von den Franzoſen ver⸗ folgt wird.“
„Ach, der arme Menſch! Aber wenn es heraus⸗ käme, daß das Kloſter ihn aufgenommen hätte? Wir werden von den Franzoſen nur geduldet. Sie wür⸗ den uns aufheben, fortjagen.“
„Es wird nicht herauskommen, lieber Bruder. Und der Fremde ſteht nun einmal unter meinem Schutze und ich verlaſſe ihn nicht.“


