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„Fräulein! Fräulein! Sie allein? Sie wollen es wagen?“
„Laßt mich ſorgen!“
„Aber was wollen Sie nur bei den Brüdern?“
„Ihr werdet auch das erfahren. — Wo wollt Ihr mich jetzt unterbringen? Habt Ihr darüber nach⸗ geſonnen?“
Der Bruder war vor Verwunderung und Schreck nicht dazu gekommen. Bereit zur Aufnahme der jungen Dame war er. Er war dankbar für das, was er von ihr erhalten hatte; er dachte an das, was er noch von ihr erhalten werde. Er brauchte nur kurze Zeit nachzuſinnen.
„Hier gleich nebenan iſt das Sprechzimmer.“
„Darin kann ich bleiben?“
„Aber es ſind nur ein paar harte hölzerne Bänke darin, kein Bett, kein Stuhl —“
„Eine Bank iſt für mich genug.“
„So treten Sie ein, gnädiges Fräulein.“
„Guter Bruder Fridolin, ich habe vorher noch eine Bitte.“
Der Bruder ſah ſie mit neuer Angſt an.


