Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Der Knabe ſtieg die Stufen hinan und zog eine Klingelſchnur.

Im Innern des Gebäudes, gleich jenſeits der Thür, ertönte ſchwach eine feine Glocke. Ihr Klang war auf die Stille berechnet, die innen und außen herrſchte.

Nach einer Weile wurde eine kleine Klappe in der Pforte geöffnet.

Ein altes Geſicht ſchaute durch die Oeffnung; es war grau, wie die Mauern und die Pforte.

„Gelobt ſei Jeſus Chriſtus!“ ſagte der Alte.

„In Ewigkeit, Amen!“ antwortete der Knabe.

„Bruder Pförtner, kennt Ihr mich nicht?“ fragte der Knabe dann.

„Ich wüßte nicht, Dich ſchon geſehen zu haben, mein Kind.“

„Auf Haus Hallenberg!“

„Haus Hallenberg iſt ein frommes und gottes⸗ fürchtiges Haus und mildthätig für unſer armes Kloſter, und beſonders in dieſen ſchweren Zeiten. Aber ich kann mich nicht beſinnen —“

„Mich da geſehen zu haben?“

„So iſt es.“