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Still zeiget urda auf den Schutt des alten,
und Skulda auf des neuen Tempels Bild.
und kaum daß Frithjof wieder ſich gefunden
und freudig ſtaunt, iſt das Geſicht verſchwunden.
„O ich verſteh' Euch, Schild⸗ und Zeitjungfrauen! Ein Zeichen, Vater, wars, von dir geſandt; Den Tempel Balders ſoll ich wieder bauen,
Schön ſteh' er auf dem Fels, wo ſonſt er ſtand. Oherrlich, daß der Jüngling darf vertrauen,
Die That des Friedens ſühne Trotz und Brand. Der Tiefverworfene kann wieder hoffen, . Des weißen Gottes Arme ſtehn ihm offen.
Heil euch, ihr Sterne, die ihr kommt gezogen!
Froh ſchau' ich wieder euren ſtillen Gang.
Heil dir, o Nordlicht nun am Himmelsbogen!
Ein Tempelbrand ja wareſt du mir lang.
Ergrüne, Stammeshügel! Aus den Wogen
Steig auf wie ſonſt, du wunderbarer Sang! „
Hier will ich träumen, ſchlummernd auf dem Schilde, Von Menſchenſühn' und von der Götter Milde.“ —
Die Verſöhnung.
Voruendet nun war Balders Tempel. Ringsherum Stand nicht, wie ſonſt, ein Pfählezaun; von Eiſen war Mit goldnem Knopf auf jeder Stange nun die Wehr * um Balders Hain. Gleich einer Kämpenſchaar in Stahl, Bewehrt mit goldnen Helmen und Hellbarden, ſtand
Es da zur Wach' um Balders neues Heiligthum.
Von lauter Rieſenſteinen war der Dom erbaut,
Die kühne Kunſt zuſammen band, ein Rieſenwerk
Für Ewigkeit, dem Tempel zu Upſala gleich,
Wo ſein Walhall der Norden ſah im irdſchen Bild.


