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Du ſchweigeſt, Vater! Horch, die Wogen klingen; — Sanft iſt ihr Schall, o leg dein Wort hinein!
Der Sturmwind fliegt; häng dich an ſeine Schwingen
Und flüſtre mir beim Rauſchen durch den Hain!
Der Weſten hänget voll von goldnen Ringenz
Laß einen deines Sinnes Herold ſein! — „
Kein Wort, kein Zeichen für des Sohnes Kummer?
Wie arm, o Vater, iſt der Todten Schlummer! —
Die Sonn'erloſch, und Abendlüfte ſangen * Ihr Wiegenlied den Menſchen ſanft und mild.
Die Abendröthe fuhr mit Roſenwangen
Auf Purpurrädern um des Himmels Schild.
Zu blauen Höhn, in blaue Thäler drangen
Die rothen Kreiſe, ein Walhallabild.
Und plötzlich ſäuſelnd über Weſtens Fluthen
Naht ein Geſicht, gewebt aus Gold und Gluthen.
Hägring, ſo nennen wir dies Himmelszeichen, Doch ſchöner heißt es in Walhallas Saal; Sanft ſchwebt es nieder über Balders Eichen, Ein Goldkranz überm grünen Hain und Thal. Ein Schimmer rings, wohin die Blicke reichen, Ein Wunderglanz mit nie geſehnem Strahl. Zur Erde ſinkt zuletzt das Bild, das helle, Nun ſelbſt ein Tempel, an des Tempels Stelle.
Ein Abbild Breidabliks; zum Himmel ragen Die hohen Mauern blank von Silberſchein,
Die Pfeiler ſind aus dunkelm Stahl geſchlagen, Den Altar macht ein einzger Edelſtein. Der Dom hing, wie von Geiſterhand getragen, Ein Winterhimmel ſternenklar und rein. Walhallas Götter ſitzen drin auf Thronen,
Mit himmelblauem Schmuck und goldnen Kronen.
Im Thor des Tempels ſtehen die Geſtalten
Der hohen Nornen mit dem Runenſchild;
Drei Roſen, die in einer urn'enthalten,
Mit ernſtem Blick, doch wunderſchön und mild;


