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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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und wenns ihm glückt, wenn Tempelbrände flammen, Dann ſchlägt die ſchwarzen Hände er zuſammen.

Wohnt denn Verſöhnung nicht in Odens Hallen? Du frommer Balder, ſühnt nichts deine Wuth? Dem Mann wird Buße, dem die Freunde fallen,

Die hohen Götter ſühnet man mit Blut.

Man ſagt, du ſeiſt der Mildeſte von Allen;

Sprich nur, ich opfre gern dir jedes Gut.

Dein Tempel brannte; Frithjof wollt'es nimmer; O nimm den Fleck ihm von des Schildes Schimmer!

Nimm ab die Bürde mir, die allzuſchwere,

und banne fern der finſtern Geiſter Schaar!

Es ſühne Reu und eines Lebens Ehre

Den Frevel, den der Augenblick gebar.

Ich bebe nicht, ob Thor mir nahe wäre,

Kühn ſtell' ich ſelbſt der bleichen Hel mich dar.

Dich, frommer Gott, der gleich dem Mond du blickeſt, Dich fürcht' ich und die Rache, die du ſchickeſt.

Hier ruht mein Vater. Feſſelt Schlaf den Helden? Dorthin, wo Alles bleibt, ritt längſt er ſchon. Nun wohnt er, ſagt man, in den Sternenzelten, Trinkt Meth und freut ſich an der Schilde Ton. Du Aſagaſt, ſchau her aus Himmelswelten,

Dich ruft dein Sohn, dich Thorſten Wikingsſon! Nicht Runen bring' ich mit, noch Zaubergalder, Rein, ſage nur: Wie ſühn ich Aſa⸗Balder?

Giebt Rede nicht das Grab? um eine Klinge

Sang einſt aus ſeinem Hügel Angantyr.

Das Schwert war gut, doch Tirfing iſt geringe,

Ich bitte mehr — kein Schwert erbitt' ich mir.

Ein Schwert verſchafft der Holmgang mir; doch bringe Verſöhnung von den Aſen du mit dir.

In meiner Ahnungsdämmrung laß es tagen;

Ein edler Sinn kann Balders Zorn nicht tragen.