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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Allfaders Blick, er glänzt vom Himmelsſitze Im Tropfen Thaus, im Weltmeer klar und rein. Mit Purpur färbt ſie jedes Berges Spitze.

O, das iſt Blut auf Balders Opferſtein!

Von Nacht iſt bald das ganze Land umzogen, Bald ſenkt der goldne Schild ſich in die Wogen.

Zuvor doch will ich ſehn die theuren Stellen, Die fröhlich ich als Kind ſo oft durchflog. Dieſelben Blumen duften um die Quellen, Derſelbe Vogel ſchlägt im Walde noch!

Noch tummeln um die Klippe ſich die Wellen — O glücklich, wer auf ihnen nimmer zog!

Von Thatenruhm die jglſchen ſtets dir ſagen Indeß ſie fern dich von der Heimath tragen.

Ich kenne dich, du Fluß; aufklaren Wogen Trugſt du ſo oft den kühnen Schwimmer ja.

Ich kenne dich, du Thal, in deſſen Bogen

Wir Treu' uns ſchwuren, wie die Welt nicht ſah. Ihr Birken ihr, die einſt ich hab' umzogen

Mit Runen rings, ihr ſtehet ja noch da,

Mit weißem Stamm, mit runder Kron' im Haine; Wie ſonſt iſt Alles, anders ich alleine.

Wie ſonſt iſt Alles? Wo ſind Framnäs Saale um Balders Tempel am geweihten Strand?

Wie waren doch ſo ſchön der Kindheit Thale! Wild gingen drüber hin das Schwert, der Brand. Von Menſchenrach' und zornger Götter Strahle Spricht nunzum Wandrer das verbrannte Land.

Du frommer Wandrer, hier nicht laß dich ſchauen!

In Balders Hain jetzt wilde Thiere bauen.

Ja, ein Verſucher ſchreitet durch das Leben,

Der grimme Nidhögg aus des Dunkels Wuſt;

Er haßt das Aſalicht, das fromme Streben

Des Heldenſchwertes und der Heldenbruſt.

Er ſchafft, daß wir dem Frevel uns ergeben, Die finſtern Mächte freut des Zornes Luſt;