Druckschrift 
Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Kummerumzogen Frithjof ſich nahet.

Bleich ſitzt der König; bei Ingeborg hebt Bruſt ſich wie Wogen.

Fremdling er fahet

Ibſchiedslied an mit der Stimme die bebt:

„Flügelroß badet

Sich in der Welle,

Seeroß, es ſehnet hinweg ſich vom Strand. Woge, ſie ladet;

Fort muß ich ſchnelle,

Fort von dem Freund und dem theuerſten Land 6

Ingeborg, meinen

Ring nimm aufs neue; Heilge Erinnrung bewahrt er in ſich. Gieb ihn an Keinen!

Gern ich verzeihe.

Nimmer auf Erden mehr ſieheſt du mich.

Nicht werd' ich blicken,

Wie er auch ſchwelle,

Rauch mehr im Norden. Nur Sklaven ſind wir, Nornen beſchicken.

Wüſte der Welle,

Heimath und Grab ja gewähret ſie mir.

Geh nicht zum Strande,

Ring, mit der Frauen,

Geh nicht vor allem beim Sternenſchein! Treiben zum Sande

Könnteſt du ſchauen

Frithjofs, des flüchtigen Wikings, Gebein.“ —

König nun ſinget: „Was kann es frommen, Klagt wie ein wimmerndes Mägdlein der Mann?