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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Todesſang klinget, Hab' ihn vernommen; Fällt was da lebt denn dem Tode nicht an?

Nornengewebe

Schlingt uns in Bande;

Klage nicht wendets, nicht wendet es Trutz. Frithjof, dir gebe

Weib ich und Lande,

Nimm für den wachſenden Sohn ſie in Schutz.

Freundereich ſprach ich,

Sitzend im Saale,

Goldener Friede, dich hielt ich umfaßt.

Tapfer doch brach ich

Schilde im Thale,

Schild' auf dem Meer, und nie bin ich erblaßt.

Will mich nun röthen,

Geirsodd mir ſchneiden;

Strohtod iſt Herrſchern des Nordens nicht Ehr. Müh iſt vonnöthen Wenig zum Scheiden;

Mehr als zu leben iſt Sterben nicht ſchwer.“

Nun ſchnitt er ehrlich

Runen für Oden,

Todsrunen tief auf die Bruſt und den Arm; Sah nun, wie herrlich

Haarigem Boden

Blut zwiſchen Silber entſtrömte ſo warm.

„Kömmt mit dem Horne!

Skol deinem Preiſe,

Skol deiner Ehre, du herrlicher Nord! Reifendem Korne,

Denkender Weiſe

War ich geneigt und dem friedlichen Wort.