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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Bei dir ſäumt' ich ſchon zu lange, König, fort muß ich nunmehr! Unverſöhnter Götter Zürnen ruht auf meinem Haupte ſchwer. Balder mit den lichten Locken, der mit Lieb' auf Alles blickt,

Mich nur haßt er; ich Verſtoßner, ich nur bin mit Bann umſtrickt.

Ja, ich ſteckt' in Brand den Tempel, Wolf im Tempel heiß' ich drum; Kinder ſchrein bei meinem Namen, und das Freudenmahl wird

ſtumm Nicht des Vaterlandes freut ſich der verſtoßne Sohn mit Luſt, Friedlos bin ich in der Heimath, friedlos in der eignen Bruſt.

Mir iſt auf der grünen Erde nun für keine Freude Raum; Unterm Fuße brennt der Boden, keinen Schatten hat der Baum. Ingeborg hab'ich verloren; alter Ring iſt ihr Gemahl;

Meine Lebensſonn'iſt unter, Finſterniß iſt überall.

Darum hin zu meinen Wogen! Eia, auf, mein Drache gut! Bade dir die Bruſt, die ſchwarze, wieder in der ſalzgen Fluth! Schwing die Flügei in die Wolken, ziſchend reiß die Wellen auf! Flieg, ſo weit die Sterne leiten, als dich trägt der Wogen Lauf! Laß mich hören Sturmesbrauſen, Donnerſchall ſei meine Luſt! Wann Getöſe mich umlärmet, dann iſt Still in Frithjofs Bruſt. Schildeklang, Pfeilregen, Alter! Heerſchlacht giebts hoch auf der See! und ich ſtürze froh und ſchreite zu verſöhnter Götter Höh.“

20. König Rings Tod. Stinfap entrücket, Goldmähnumfloſſen,

Lenzſonne ſchöner dem Meer denn zuvor. Morgenſtrahl ſchmücket, Holder ergoſſen,

Spielend den Thronſaal; da pochts an das Thor.