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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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„Gleich mir gilt es,“ ſagte Frithiol, „Schwerter ſind genug im

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Scharf, o König, iſt des Schrſte⸗ zung' und ſpricht kein Frie⸗ enswort.

Finſtre Geiſter ſind im Stahle, Riflheims ſchwarze Geiſterſchaar;

Schlummer iſt für ſie nicht ſicher, und ſie lockt das Silberhaar.“—

„Nicht geſchlafen hab'ich, Jüngling, nur erproben wollt' ich dich, Nie verläßt auf Mann und Klinge ohne Prob' ein Kluger ſich.

Du biſt Frithjof, Ich erkannte dich, wie in den Saal du ſtiegſt, Alter Ring er wußte lange, was du, kluger Gaſt, verſchwiegſt.

Warum ſchlichſt du tief verkleidet, namenlos dich ein zu mir?

Weil die Braut du wollteſt ſtehlen aus dem Arm des Alten dir.

Ehre, Frithjof, ſetzt ſich nimmer namenlos als Gaſt zum Mahl,

Sonnenhell iſt ihres Schildes, offen ihres Blickes Strahl.

Viel genannt ward mir ein Frithjof, Göttern Feind, der Menſchen Schreck;

Tempel brannte der Verwegne, Schilde ſpaltete er keck.

Bald mit Heerſchild, glaubt'ich immer, kommt er zu dir in dein

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und er kam in Bettlerlumpen und den Stock in ſeiner Hand.

Warum ſchlägſt den Blick du nieder! Mir auch war einſt Jüng⸗ lingsgluth;

Streit von Anfang iſt das Leben, Jugend iſt die Berſerkwuth;

Schilde müſſen ein ſie klemmen, bis von Wildheit ſie genaß;

Ich erprobte und verzieh dir; ich beklagte und vergaß.

Alt, du ſiehſts, bin ich geworden, ſteige bald ins Grab hinein;

Nimm mein Reich dann hin, o Jüngling! Nimm die Gattin, ſie

iſt dein. Sei mein Sohn indeß, und bleibe hier im Saale wie bisher!

Schütz mich, waffenloſer Kämpe! Unſre Zwietracht iſt nicht mehr.“

„Ich,“ antwortet Frithjof finſter, „kam nicht wie ein Dieb zu dir, Wollt' ich dir die Gattin nehmen, Prich „ wär hätts gewehret min

Meine Braut nur wollt' ich ſehen, einmal, ach, zum letzten Mal; Weh mir! Halbgelöſchte Flamme ſchürt' ich auf zu neuer Qual.