Sieh, da kommt der Jagd Gebietrin!
Schau nicht auf der Augen Himmel, ſ
Aengſtlich fliehn des Waldes Thiere,
Alter König kann nicht folgen, wie d
Ihre Flügel um das Antlitz, wie ein Kann nicht Balders Hain vergeſſen
Denn der Menſchen Stämme haſſend
Meine Roſenknospe legten hin ſie an
Bogen klingen, Köcher raſſeln, Huf der Hengſte kratzt den Staub, und mit Kappen vor den Augen ſchrein die Falken nach dem Raub.
Armer Frithjof, blicke fort!
Wie ein Stern auf Frühlingswolke glänzt auf weißem Roß ſie dort. Halb als Freja, halb als Rota, beide doch ſind nicht ſo ſchön; Auf dem leichten Purpurhute hoch die blauen Federn wehn.
chau nicht auf der Locken Gold!
Sieh nicht auf den Leib, den ſchlanken, auf den Buſen weiß und hold! Blick nicht auf die Roſ und Lilie, wechſelnd auf dem Angeſicht! Auf die Stimme, die da ſäuſelt wie der Lenzhauch, horche nicht!
Fertig iſt die Schaar der Jäger. Heißa, über Berg und Thal! Hörner ſchmettern, Falken ſteigen grad hinauf zu Odens Sagl.
ſuchen ihrer Hölen Dach,
Doch mit vorgeſtrecktem Spieße eilt Walkyria ihnen nach.
ie Jagd im Fluge fährt,
Einzeln an der Seit' ihm reitet Frithjof ſtumm, in ſich gekehrt; Trübes, wehmuthsvolles Sinnen füllt den Buſen ihm mit Qual, und wohin er nur ſich wendet, klagt mit ihm es überall.
„Warum ſchied ich von den Wellen, ach! zum eignen Schadenblind? Sorg' iſt nicht auf Meereswogen, fliehet mit des Himmels Wind. Grübelt Wiking, kommt Gefahr an, fordert ſchnell ihn auf zum
Tanz und die finſtern Grillen weichen, angeblitzt vom Waffenglanz. Hier doch iſt es ganz ein Andres; tiefe Sehnſucht ſchläget mir
Träumer geh' ich hier; „nicht der Eid will mir ent⸗
iehn 6 Den ſie ſchwur — Sie brach ihn grimme Götter brachen ihn.
ſchaun ſie grollend ihre Luſt; des Winters Bruſt.
Rutzt dem Winter wohl die Roſe! Er verſteht nicht ihren Preis; Doch ſein kalter Athem kleidet Knosp' und Blatt und Stiel in Eis.“


