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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Der Stahlſchuhkämp' auch ſtehet nicht ſtill, Er fährt vorbei ſo ſchnell er nur will.

Er reißt in das Eis viel Runen werth, Schön Ingborg den eignen Namen befährt.

So eilen ſie hin auf der glatten Bahn, Doch unten da lauert die falſche Ran.

Sie ſtößt ein Loch in ihr Silberdach; In offner Wake der Schlitten lag.

Schön Ingborg nun auf der Wang' erblaßt, Da kommt wie ein Wirbelwind der Gaſt.

Den Stahlſchuh bohrt er ins eiſige Feld, Das Roß bei der Mähn' er ergreift und hält.

Ein einziger Zug, und ſiehe, mit Macht Sind Pferd und Schlitten aufs Eis gebracht.

„Den Zug,“ ruft Ring, „den preiſ' ich fortan; Nicht Frikhjof, der Starke, hätts beſſer gethan.“

Da kehrten ſie um und zum Hofſaal hin; Der Fremdling er blieb bis zum Frühling drin.

19. Frithjofs Verſuchung. Frühling kommt: der Vogel zwitſchert, Wald belaubt ſich, Sonne lacht, Hin zum Meere tanzet ſingend der gelöſten Ströme Macht. Aus der Knospe blickt die Roſe ſchön wie Frejas Wangengluth, und in Menſchenbruſt erwachen Hoffnung, Lebensluſt und Muth.

Jagen will der alte König, Königin ſoll mit zur Jagd, Und der ganze Hof verſammelt rings ſich nun in bunter Pracht.