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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Da nahm der Skald die Harfe am Königstiſch beim Mahl, Von ſüßer Lieb' im Norden erklang es nun im Saal,

Von Hagbart und Schön Signe; zu Lieb' und Herzensluſt Schmolz bei der tiefen Stimme der Helden Panzerbruſt. Er ſang von Walhalls Sälen und der Einherien Ehr, Von tapfrer Väter Thaten im Feld' und auf dem Meer. Ans Schwert griff nun ein jeder, im Auge Gluth und Zorn, und fleißig an der Tafel ging um das tiefe Horn. Gar ſcharf die Kämpen tranken im hohen Königshaus, Und wackern Julrauſch zeugte ein jeder ſich beim Schmaus, Ging fort ſodann zu ſchlafen befreit von Harm und Sorg; Doch König Ring der alte ſchlief bei Schön Ingeborg.

18. Die Eisfahrt⸗ König Ring mit der Königin fährt zum Schmaus, Wie ein Spiegel ſo breitet das Eis ſich aus. „Nicht fahr übers Eis,“ ſo der Fremde rief, „Es bricht, und das kalte Bad iſt zu tief.“ — Ring ſpricht: „Ein König ertrinkt nicht ſo leicht; umgehenden See, wer in Furcht erbleicht.“ Barſch ſieht ihn der Fremdling und finſter an, Schnell ſpannt er ſich unter den Stahlſchuh dann. Eistraber ſetzet mit Macht dahin, Er ſchnaufet Flammen in frohem Sinn. „Streich aus,“ ſchreit Ring, „mein Traber gut, Laß ſehn, ob du biſt von Sleipners Blut!“ Es geht, wie Stürm' auf der See hingehn. Der Alte nicht achtet der Königin Flehn.