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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Sehen des Haupthaars goldene Seide, Hören der Stimme bezaubernden Laut. Björn. Gut, ich verſteh; Ring ſoll es verſpüren, Wikingsrache ſie ſei wie der Blitz, Wenn wir ihm zünden den Königsſitz, e Sengen den Alten, die Schöne entführen. Oder vielleicht auch nach Wikingerweiſ' ättſt du ihn werth, daß er Holmgang mache, Oder du ladeſt zur Schlacht ihn aufs Eis; — Sprich! Ich bin fertig zu jeglicher Sache. Frithjof. Sprich nicht von Krieg mir, von Morden und Brand; Friedlich ja will ich zum Könige gehen. Er nicht, die Gattin nicht hat es verſehen, Sondern die Götter mit rächender Hand. Wenig nur hab' ich zu hoffen auf Erden, Abſchied nur nehm' ich von ihr, die mir werth, Abſchied auf ewig! Wann weiden die Heerden, Früher vielleicht noch, bin heim ich gekehrt. Björn. Frithjof, die Narrheit ſie iſt mir zuwider; Klag' und Geſeufz um ein Weib iſt toll. Leider! die Welt iſt von Weibern vollz Miſſeſt du eins, haſt tauſend du wieder. Hol' ich dir doch, wenn du willſt, von dem Kram — Schnell eine Ladung vom Süden herüber, Roth wie die Roſen, wie Lämmer ſo zahm; Theilen wir dann, oder loſen darüber! Frithjof. Björn, ſo wie Frej, biſt du offen und ſchlicht, Klug auch im Rath und biſt tapfer im Streite; Oden und Thor ſie ſtehn dir zur Seite, Freja, die Himmliſche, kenneſt du nicht. Wecke den Zorn nicht der ewigen. Trunken Wird ja, was athmet, durch ihre Macht. Früh oder ſpat ihr noch ſchlummernder Funken Göttern und Menſchen im Buſen wacht.