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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Mit beſſern Lilien auf meinem Grabe.

Doch wenn die Harf' ich nehm' um auszuſingen Den langen, langen Schmerz in tiefen Tönen, Zerfließ in Thränen ich, wie jetzt — —

Frithijof. Du ſiegeſt, Beles Tochter, weine nicht! Vergieb dem Zorn, es war ja nur der Kummer, Der für den Augenblick in Zorn ſich hüllte! Nicht lange kann er tragen dies Gewand. Du, Ingeborg, biſt meine gute Norne. Am beſten lehrt ein edler Sinn das Edle. Die Weisheit der Nothwendigkeit hat Keinen, Der, ſo wie du, das Wort ihr könnte führen, Du ſchöne Wala mit den Roſenlippen! Ja, weichen will ich der Nothwendigkeit, Will gehn von dir, doch nicht von meiner Hoffnungz Die nehm' ich mit mir über Weſtens Meer, Die nehm' ich mit mir hin zur Grabespforte. Der erſte Frühlingstag bringt mich zurück, und Helge, hoff' ich, wird mich wieder ſehen. Gelöſt iſt mein Gelübd', erfüllt ſein Fordern, Verſöhnt der Frevel, deß ich ward beſchuldigt, und dann begehr' ich, nein, ich fordre dich, Auf offnem Tinge zwiſchen blanken Waffen, Von Helge nicht, o nein, von Nordens Volk; Das iſt der Vormund dir, du Königstochter! Wer dann ſich weigert, ſoll mir Rede ſtehn. Leb wohl indeß, ſei treu, vergiß mich nicht, und nimm zum Denkmal unſrer Jugendliebe Den Armring hier, ein ſchön Waulunderwerk, Mit Himmelswundern, eingeritzt dem Golde; Das beſte Wunder iſt ein treues Herz. Wie ſchön er paßt zu deinem weißen Arme, Ein Glühwurm um den Lilienſtiel ſich windend! Leb wohl, Geliebte, Braut, o lebe wohl! Nur wenig Monde noch, und es iſt anders. (Er geht.)