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Die Frithjofs Sage / von Esaias Tegnér ; aus dem Schwedischen von Gottlieb Mohnike
Entstehung
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Doch Waffenklang betäubt die Trauer endlich;

Fort weht ſie endlich auf den wilden Wogen,

Und Platz nicht wird ihr auf der Bank des Kämpen, Wann feiernd ſeinen Sieg er leert das Horn. Zuweilen nur, wann du in nächtger Stille

Noch einmal muſterſt die verfloßnen Tage,

Rauſcht noch ein bleiches Bild vor dir vorüber.

Du kennſt es wohl, es bringt dir einen Gruß

Aus lieber Gegend, und es iſt das Bild

Der bleichen Jungfrau hier in Balders Hage.

Nein, fort nicht weiſe du es, wenn es auch

In Trauer blickt, o flüſtre du ins Ohr

Ein freundlich Wort ihm, und auf treuen Schwingen Wird her zu mir der Rächte Wind es führen;

Ein Troſt jedoch, ich habe keinen andern! —

Für mich iſt nichts, was meinen Schmerz zerſtreute, Nein Alles um mich her ruft mir ihn zu.

Des Tempels Hochgewölbe redet nur

Von dir, und Balders Bild, das drohen ſollte, Dein Angeſicht nimmts an beim Schein des Mondes. Blick' ich aufs Meer, dort ging dein Kiel und ſchnitt Im Schaum den Weg zur Sehnenden am Ufer. Geh' ich im Haine, dort ſteht mancher Stamm

Mit Ingborgs Runen, eingeritzt der Rinde.

Aus wächſt die Rinde jetzt, mein Name ſchwindet, Und das bedeutet Tod, ſo ſpricht die Sage.

Frag' ich den Tag, wo er zuletzt dich ſah,

Frag' ich die Nacht, ſie beide ſchweigen ſtill,

Und ſelbſt die Woge, die dich trägt, giebt Antwort Mit einem Seufzer nur hieher zum Strande.

Mit jedem Abendrothe, das ſich taucht

In deine Wellen, kommt von mir ein Gruß;

Des Himmels Schiff, die Wolke, ſie wird führen An Bord die Klage von der Heimgebliebnen.

So werd' in meinem Fraungemach ich ſitzen,

Als Witwe, ſchwarz gehüllt nach Lebenswonne, Gebrochne Lilien ſticken in den Teppich,

Bis einſt der Lenz den Teppich webt, ihn füllend