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Ingeborg. Was edel iſt und recht, das iſt nothwendig.
Frithjof.
Hoch ſteht die Sonn', es eilt die Zeit vorbei. Ingeborg.
Weh mir, ſie iſt vorbei, vorbei auf immer!
Frithjof. Bedenke dich! Iſt dies dein letztes Wort? Ingeborg. Bedacht iſt Alles und dies Wort das letzte.
Frithjof. Wohlan, es ſei! Leb wohl, du Schweſter Helges!
Ingeborg. O Frithjof, Frithjof, ſollen ſo wir ſcheiden? Haſt du denn keinen Freundesblick zu geben Der Kindheitsfreundin, keine Hand zu reichen Der Leidenden, die du bisher geliebt? Glaubſt du, ich ſteh' auf Roſen hier und weiſe Mein Lebensglück mit Lachen von mir weg!
Reiß ohne Schmerz die Hoffnung aus der Bruſt,
Die ganz zuſammenwuchs mit meinem Weſen?! Warſt du nicht meines Herzens Morgentraum? Jedwede Freude, die ich fühlt', hieß Frithiof. Was groß und edel nur im Leben iſt, Vor meinem Auge trug es deine Züge;
Verdunkle nicht das Bild vor mir, mit Härte Begegne nicht der Schwachen, wenn ſie opfert Das Liebſte, was ſie hatte hier auf Erden,
Das Liebſte, was ihr wird in Walhalls Sälen. Dies Opfer, Frithjof, iſt ſchon ſchwer genug;
Ein Wort des Troſtes könnt'es wohl verdienen. .
Ich weiß, du liebſt mich, ja ich wußte das Schon wie mein Weſen nur begann zu tagen. und der Gedank' an deine Ingborg folgt dir Noch ſicher manches Jahr, wo du auch zieheſt.
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